19.10.2026 |
Unsere Pilgertour durch die Kirchengemeinde An der Elz
Vom 5. bis 10. Oktober erlebte eine 15-köpfige Pilgergruppe unserer Kirchengemeinde eine erlebnisreiche und bewegende Woche.
Vom 5. bis 10. Oktober erlebte eine 15-köpfige Pilgergruppe unserer Kirchengemeinde eine erlebnisreiche und bewegende Woche. Unter dem Leitgedanken „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ machten sich die Teilnehmenden im Alter zwischen 49 und 74 Jahren auf den Weg, um den Alltag hinter sich zu lassen, die eigene Ausdauer zu erproben und neue spirituelle Kraft zu tanken.
Die intensive Vorbereitung und Durchführung lag in den Händen des Teams „Andere Wege gehen“ mit Angelika Nopper, Eva Hamm-Bartberger und Gemeindereferentin Veronika Scherzinger, die die Tour in bewährter Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk St. Blasius Glottertal gestalteten.
Der Segen zum Aufbruch
Unsere Reise begann frühmorgens mit einem feierlichen Pilgersegen in der Kirche St. Jakobus in Denzlingen. Gestärkt für den Weg ging es mit der Bahn nach Elzach, wo der eigentliche Fußweg startete. Die Strecke verlangte uns einiges ab: Über 80 Kilometer und stolze Höhenmeter – wie der steile Aufstieg über den Hörnleberg, die anspruchsvolle Etappe über den Kandel nach Waldkirch oder die Tour von Emmendingen nach Kenzingen, die von kräftigen Regenschauern begleitet war, bestimmten das Programm. Die körperliche Anstrengung war für viele spürbar, doch durch das achtsame Tempo und den gegenseitigen Rückhalt für alle wunderbar machbar.
Ein Geschenk der Natur: Von Tannen bis zu Reben
Eine ganz besondere Bereicherung war die faszinierende Vielfalt der Landschaft, die wir durchwandern durften. Der Weg führte uns durch den dichten, von Tannen geprägten Schwarzwald, an den Berghängen über der Rheinebene entlang und schließlich hinein in die goldene Herbstlandschaft des Kaiserstuhls. Diese wechselnden Naturräume spiegelten auf eindrucksvolle Weise die Dynamik unseres eigenen, inneren Weges wider.
Gemeinschaft im Hotel und auf der Isomatte
Das schnelle und tiefe Zusammenfinden der Gruppe zeigte sich auch in unseren ganz unterschiedlichen Unterkünften. Neben gemütlichen Hotelübernachtungen, wie etwa in Simonswald un dKenzingen , erlebten wir im Pfarrzentrum St. Johannes in Emmendingen – direkt neben unserer Pfarrkirche – eine besonders schlichte und verbindende Gemeinschaft auf Feldbetten, Isomatten im Schlafsack. Dieser Wechsel aus Komfort und Einfachheit hat unseren Weg geprägt.
In der Stille Gott begegnen
Jeder Tag stand unter einem besonderen Tagesthema, das uns durch Texte, Lieder und Gespräche begleitete. Ein fester und kostbarer Bestandteil waren die täglichen Schweigephasen. Diese bewusste Stille öffnete den Raum für ein zu sich kommen und spirituelle Erfahrungen. Für ganz praktische Achtsamkeit sorgte die „Bohnenaktion“ auf dem Weg nach Endingen: Sieben Bohnen in der Hosentasche halfen uns dabei, die kleinen, dankbaren Momente des Tages ganz bewusst wahrzunehmen und wortwörtlich „einzustecken“.
Nach ergreifenden Tagen zwischen Naturerlebnis, schweigendem Unterwegssein, vielen guten Gesprächen, Gebet und tiefer Gemeinschaft endete die Tour mit einem bewegenden Abschlussritual in Endingen. Alle Teilnehmenden kehrten reich an bleibenden Erinnerungen, neuen Bekanntschaften und spirituellen Impulsen in ihren Alltag zurück.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dieses Projekt im Vorder- und Hintergrund so tatkräftig unterstützt haben!